Liebe Blogfreunde,
in zwei Stunden geht´s wieder nach oben in die Berge, daher will ich die Zeit nutzen und euch ein wenig von meiner Reise nach Cuenca und Vilcabamba berichten.
Am 26.03. ging es um 1 Uhr morgens mit dem Nachtbus zwischen Rucksack und Vordermann eingequetscht wie eine Sardine nach Cuenca.Nach siebenstuendiger Busfahrt in Cuenca angekommen, fiel ich schlaftrunkend ins naechste Taxi und liess mich zu meinem Hostal im Zentrum chauffieren.
Das Hostal war mal wieder ein Gluecksgriff: Das Bett im 5-Bettzimmer in Ordnung, das Badezimmer sauber und die Gemeinschaftskueche gut ausgestattet. Nachdem ich mein Gepaeck im Zimmer abgeladen hatte,
ging´s gleich los auf Stadterkundungstour, aber nicht ohne vorher in einem kleinen Café gefruehstueckt zu haben.
Cuenca hat eine schoene Altstadt, die sogar zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Mein Rundgang fuehrt mich zuerst zum Parque Calderón, einem kleinen Stadtpark mit Musik. Nebenan gab´s gleich die naechsten Sehenswuerdigkeiten: die neue Cathedrale sowie den Plazoleta del Carmen mit dem wunderschoenen Blumenmarkt.
Danach fuehrte mich mein Spaziergang zum Plaza de San Francisco, wo es taeglich einen Kunsthandwerkermarkt zu bestaunen gibt, auf dem man auch den beruehmten, ecuadorianischen Panamahut kaufen kann.Meinen Rundgang beendete ich dann an den Flussufern des Río Tomebamba, an denen sich wunderschoene alte Haeuser befinden.
Aufgrund meiner kurzen Nacht im Bus liess ich den Tag frueh auf der Dachterrasse des Hostals mit selbstgekochten Spaghetti ausklingen.
Den naechsten Tag verbrachte ich im Museo Pumapungo, einem Museum zur indigenen Kultur Ecuadors.
Danach besuchte ich noch die archeologischen Ausgrabungen einer Militaeranlage der alten Inkas.
Nach einem Mittagessen im Museo del Sombrero kaufte ich noch einen Panamahut fuer meine Tante und Obst fuer das Abendbrot. Wer sich immernoch fragt, was jetzt der Panamahut mit Ecuador zutun hat, dem sei erlaeutert, dass er auch wirklich aus Ecuador kommt. Faelschlicherweise wurde er Panamahut genannt, weil ihn die Erbauer des gleichnamigen Kanals getragen haben und auch Praesident Roosevelt, als er die Bauarbeiten dieser Wasserstrasse besuchte.
So, nun aber genug mit der Belehrung, am folgenden Tag, dem 28.03. fuhr ich weiter nach Vilcamba. Nach sechsstuendiger Busfahrt inklusive Begegnung mit Gabriel aus Kolumbien, der in sechs Monaten bis nach Feuerland reisen will, kam ich im Hostal Izcayluma an und waehnte mich sofort im Paradies.
Das gesamte Hostalgelaende war wie ein exotischer botanischer Garten. Dazu verfuegte es noch ueber eine wunderschoene Poollandschaft und einen Wellnessbereich mit Massageangebot etc. Das Bild komplett machte das Panaromarestaurant, das Dank seiner deutschen Besitzer auch deutsche Kost anbot. Fuer mich eine willkomme kulinarische Abwechslung. So gab es fuer mich zum Mittagessen erstmal, wer
haett´s gedacht, eine leckere Currywurst mit Pommes, goettlich!
Suedanden oder doch Suedtirol???
Die naechsten Tage verbrachte ich in netter Gesellschaft von drei Deutschen (zwei Freiwilligen und einer Medizinstudentin) sowie spaeter einem neuseelaendischen Paar und einem aus Manchester.
Mit den drei deutschen Maedels war ich zweimal Wandern, einen Tag sogar im Nebelwald des Podocarpus Nationalparks.
Im Nebelwald
Ansonsten habe ich viel relaxt, in der Haengematte liegend gelesen, im Pool gebadet, mir eine Massage gegoennt, das superleckere Fruehstuecksbueffet gepluendert (mit selbstgebackenen Bauernbrot, Crepes und selbstgeroestetem Kaffee) und einfach nur das Leben genossen. Kurzum eine herrlich Woche verbracht!
Am 04.04.reiste ich dann wieder zurueck nach Ambato, um dort noch ein recht ereignisloses Osterwochenende zu verbringen.
Nun liegt die erste Arbeitswoche in El Salado schon wieder hinter mir. Mittlerweile haben wir auch wieder Wasser, da vor vier Wochen eine Rohrleitung geplatzt war, die nun endlich wieder repariert zu sein scheint.
Tja, noch vier weitere Arbeitswochen stehen mir von morgen an bevor. Dann ist es geschafft!
Mit jedem Tag werde ich ein wenig kribbeliger vor Vorfreude auf Deutschland.
Scheinbar habe ich auch naechste Woche das Problem des Fotohochladens geloest. Es liegt wohl am falschen Browser. Mit der Erlaubnis meines Gastvaters werde ich demnaechst den Firefox installieren. Dann sollte es wieder klappen.
Also, meine Lieben, bis zum naechsten post.
Muchos saludos
Marijke