Nachdem die letzte Woche wieder einmal recht ereignislos verlief - ich verbrachte von Dienstag bis Donnerstag damit meinen Husten zu kurieren - sollte es diese Woche ganz anders kommen.
Das letzte Wochenende fuhr ich mal wieder nach Baños. Ich genoss das europaeische Hippieflair, kaufte ein paar Weihnachtsgeschenke und goennte mir ein schon fast deutsches Fruehstueck mit richtigem Vollkornbrot, gutem Kaese und leckerem Kaffee.
Bei herrlichem Sonneschein und umgeben von ueppiger, gruener Vegetation liess die Seele baumeln. Nach einer Woche Kaelte und Dauerregen war es genau das Richtige, einfach genial!
Am Sonntag Abend kam dann die weniger erfreuliche Nachricht, dass jemand unseren Hund "Mendigo" vergiftet hat. César, einer unserer ecuadorianischen Ansprechpartner, teilte es mir telefonisch mit, dass er ihn leblos vor unserer hospedería liegen gesehen hat.
Bei Ankunft am Montag bestaetigte sich diese Nachricht leider. Es war, wie man sich vorstellen kann, absolut kein schoener Anblick.
Am Mittwoch liehen Franzi und ich uns von einem Lehrer eine Schubkarre und eine Schaufel und begruben ihn auf einem naheliegenden Feld. Begleitet wurden wir dabei von einigen Schulkindern, die den Hund ebenfalls gerne mochten. Es ist uns unbegreiflich, wieso man so etwas machen muss.
Zu allem Ueberfluss beginnt so langsam in den Bergen die Regenzeit und es regnete die ganze Woche fast ununterbrochen.
Bei diesem nasskalten Wetter war es natuerlich in der schlechtisolierten hospedería ebenfalls sehr frisch, so dass sich Suzis Erkaeltung noch verschlimmerte und sie die restliche Woche mit Fieber im Bett verbrachte.
Da momentan sowieso alle Kinder und Lehrer erkaeltet sind, dauerte es nicht lange und mich erwischte es auch. So lag ich Donnerstag, Freitag ebenfalls mit Fieber im Bett.
Freitag Nachmittag trampten wir dann wieder runter nach Ambato. Dieses Mal auf der Ladeflaeche eines Prischenwagens eingequetscht zwischen noch mindestens fuenf weitereren Passagieren. Da unser Fahrer einen starken Bleifuss hatte, flogen wir nur so durch die Serpentinen, ein ziemlicher Hoellenritt, der uns allen schon etwas auf den Magen schlug.
Den restlichen Freitag sowie den ganzen Samstag verbrachte ich im Bett. Um mich einmal gruendlich auszuruhen, werde ich erst am Mittwoch gemeinsam mit Suzi wieder nach El Salado zurueckkehren und noch zwei Tage laenger im waermeren Ambato bei meiner Gastfamilie verweilen.
Am Donnerstag findet in der Schule die Weinhachtsfeier statt. Das Programm umfasst neben einem Festumzug auch Wettkampfspiele, die Siegerehrung und ein gemeinsames Essen, an dem die gesamte Schule teilnimmt.
Franzi, Suzi und ich sind im Rahmen der Feier fuer den Weihnachtspunsch und die Durchfuehrung zweier Spiele zustaendig.
Zudem haben wir die gesamte letzte Woche damit verbracht, mit allen Klassen Weihnachtssterne fuer dieSchuelweihnachtskrippe zu basteln, was den Schueler sehr viel Spass gemacht hat.
Freitag ist dann der letzte Schultag und eine Woche Weinhachtsferien erwartet uns. Weinhachten und Silvester werden wir mit unseren Gastfamilien verbringen. Mal sehen, wie die Ecuadorianer diese Feste feiern.
Ich wuensche euch allen noch eine schoene vorweihnachtliche Woche.
Es gruesst euch herzlich!
Eure
Marijke
Nun ist es soweit. Ein lang gehegter Traum geht in Erfüllung: Acht Monate in Ecuador als Freiwillige! Arbeiten, Abenteuer, Reisen, lateinamerikanische Lebensweise erfahren und genießen! Ich lade euch ein, mich zu begleiten und freue mich natürlich über eure Kommentare! Alles Liebe! Eure Marijke
Montag, 19. Dezember 2011
Samstag, 3. Dezember 2011
Impressionen aus El Salado
Unser zugelaufener Strassen- und Hofhund Bartleby bei seiner Lieblingslingsbeschaeftigung
Susi mit den Kindern beim Malen am Nachmittag vor der Hospederia
Franzi beim Armbandknuepfen
Unser "Opi" Mendigo bei der Siesta, ebenfalls zugelaufen und extrem verfressen
Franzi und mein Lieblingsgetraenk: selbstgemachter Latte Macchiato, geht auch auf 3500 m gut
Der Chimborazo bei Abendlicht
Suzis Adventskranz im Hospederiaambiente
Im Hospederia-Look
Diese letzte Woche ist nicht so viel passiert, bis auf einen zweitaegigen Stromausfall wegen eines Gewitters. Daher gibt es nur ein paar Eindruecke aus dem Bergdorfleben.
Einen schoenen 2. Advent und liebe Gruesse nach Deutschland.
Eure Marijke
Susi mit den Kindern beim Malen am Nachmittag vor der Hospederia
Franzi beim Armbandknuepfen
Unser "Opi" Mendigo bei der Siesta, ebenfalls zugelaufen und extrem verfressen
Franzi und mein Lieblingsgetraenk: selbstgemachter Latte Macchiato, geht auch auf 3500 m gut
Der Chimborazo bei Abendlicht
Im Hospederia-Look
Diese letzte Woche ist nicht so viel passiert, bis auf einen zweitaegigen Stromausfall wegen eines Gewitters. Daher gibt es nur ein paar Eindruecke aus dem Bergdorfleben.
Einen schoenen 2. Advent und liebe Gruesse nach Deutschland.
Eure Marijke
Sonntag, 20. November 2011
Alles im Lot
Hallo, ihr Lieben,
dieses Mal nur ein kurzer post, da diese Woche sehr ruhig und ereignislos verlief!
Die Wochentage verfliegen immer schneller und eh ich mich versah, war es auch schon wieder Freitag. Zeit die Sachen fuer´s Wochenende zu packen und noch ein wenig zu unterrichten. Doch es kam, wie haeufig an einem Freitag mal wieder ganz anders:
Es gab mal wieder eine reunión. Gemeinsam mit einem Mitarbeiter des Ministeriums, den Lehrern, Elternvertretern, dem Schuelerat und uns sollte eine Analyse zu den Schwaechen, Staerken und Moeglichkeiten der Schule durchgefuehrt werden.
Wir haben uns nicht lumpen lassen und haben gerade bei den Schwaechen unverbluemt die Wahrheit gesagt, was bei den Lehrern trotz unserer Kritik sehr gut ankam.
Erleichtert trampten wir drei am Nachmittag nach Ambato. Dieses Mal in einem Jeep, der von Ambateños gefahren wurde, die im gleichen Viertel wie Franzi und ich wohnten.Daher hatten wir einen kurzen Heimweg.
Gestern waren Franzi und ich dann in Pellileo. Dies ist das Zentrum der ecuadorianischen Jeans - Produktion. Neben einheimischen Marken werden hier auch preiswerte professionelle Kopien von Levi´s, Diesel und Co hergestellt und verkauft! Der kleine Ort besteht nur aus Jeans-Outlets, da ist die Qual der Wahl gross.
Weil meine alte Jeans sich langsam aufloeste, habe ich mir dann fuer 12 $ (ca. 8 Euro) eine Levi´s Jeans gekauft! Preiswerter geht´s wohl kaum!
Heut morgen ging´s dann noch ins nahegelegene Doerfchen Salasaca, das von der gleichnamigen Indigenagruppe bewohnt wird und beruehmt ist fuer seine gewebten Alpaca- und Baumwollprodukte. Nach einer Stunde brachen Franzi mit einer Decke und einem Poncho und ich mit zwei Schals und einer schoenen gewebten Hose gen Ambato auf!
Morgen kehren wir dann wieder in unser geliebtes, kleines Haus in den Bergen zurueck, auf zu neuen Abenteuern, witzigen sowie kuriosen Begebenheiten!
Bis dahin. Ganz liebe Gruesse.
Eure Marijke
dieses Mal nur ein kurzer post, da diese Woche sehr ruhig und ereignislos verlief!
Die Wochentage verfliegen immer schneller und eh ich mich versah, war es auch schon wieder Freitag. Zeit die Sachen fuer´s Wochenende zu packen und noch ein wenig zu unterrichten. Doch es kam, wie haeufig an einem Freitag mal wieder ganz anders:
Es gab mal wieder eine reunión. Gemeinsam mit einem Mitarbeiter des Ministeriums, den Lehrern, Elternvertretern, dem Schuelerat und uns sollte eine Analyse zu den Schwaechen, Staerken und Moeglichkeiten der Schule durchgefuehrt werden.
Wir haben uns nicht lumpen lassen und haben gerade bei den Schwaechen unverbluemt die Wahrheit gesagt, was bei den Lehrern trotz unserer Kritik sehr gut ankam.
Erleichtert trampten wir drei am Nachmittag nach Ambato. Dieses Mal in einem Jeep, der von Ambateños gefahren wurde, die im gleichen Viertel wie Franzi und ich wohnten.Daher hatten wir einen kurzen Heimweg.
Gestern waren Franzi und ich dann in Pellileo. Dies ist das Zentrum der ecuadorianischen Jeans - Produktion. Neben einheimischen Marken werden hier auch preiswerte professionelle Kopien von Levi´s, Diesel und Co hergestellt und verkauft! Der kleine Ort besteht nur aus Jeans-Outlets, da ist die Qual der Wahl gross.
Weil meine alte Jeans sich langsam aufloeste, habe ich mir dann fuer 12 $ (ca. 8 Euro) eine Levi´s Jeans gekauft! Preiswerter geht´s wohl kaum!
Heut morgen ging´s dann noch ins nahegelegene Doerfchen Salasaca, das von der gleichnamigen Indigenagruppe bewohnt wird und beruehmt ist fuer seine gewebten Alpaca- und Baumwollprodukte. Nach einer Stunde brachen Franzi mit einer Decke und einem Poncho und ich mit zwei Schals und einer schoenen gewebten Hose gen Ambato auf!
Morgen kehren wir dann wieder in unser geliebtes, kleines Haus in den Bergen zurueck, auf zu neuen Abenteuern, witzigen sowie kuriosen Begebenheiten!
Bis dahin. Ganz liebe Gruesse.
Eure Marijke
Sonntag, 13. November 2011
Eine ereignislose Schlechtwetterwoche
Auf ein Neues!
Nach einer mehr oder weniger ereignislosen Woche ist mal wieder ein weiterer post faellig!
Dabei fing die Zeit nach dem Urlaub sehr vielversprechend an. Am letzten Sonntag wollte ich ja eigentlich mit dem Bus nach Baños fahren, aber die Busse fuhren irgendwie nich so wie sie sollten. Na ja, Ecuador halt, da muss man spontan sein! Also, kurz Planaenderung und statt dessen mit dem Taxi in 10 Minuten zum botanischen Garten Ambatos: Fuer einen Dollar bekommt man eine riesige Sammlung verschiedener exotischer Pflanzen, zwei Museen zu wichtigen ecuadorischen Persoenlichkeiten, jede Menge Ruhe und frische, abgasfreie Luft, ein Paradies und auf jeden Fall mein absoluter Lieblingsort in Ambato!
Es ist einfach eine Wohltat unter Palmen zu sitzen und das Leben zu geniessen! Zusaetzlich hatte ich mal wieder das richtige Timing und es gab noch eine Folkloretanzversanstaltung im Innenhof des zweiten Museums, sehr interessant und viele Fotos wert!
Die Woche in El Salado war dann alles andere als erbaulich! Es hat geschuettet wie aus Kuebeln! Ich habe die ganz Zeit ueber in mindestens vier Kleidungsschichten verbracht, um nicht zu erfrieren. Wegen des schlechten Wetters kamen die Kinder am Nachmittag nicht zum Spielen. So verbrachten wir die Zeit mit Musik hoeren, quatschen, kochen, basteln und lesen.
Doch es waere ja nicht Ecuador, wenn es nicht noch eine Ueberraschung fuer den letzten Arbeitstag gegeben haette: So fiel der Unterricht mal wieder aus. Stattdessen feierte unsere Schule mit den anderen Partnerschulen der Provinz ihr 23-jaehriges bestehen und die Auszeichnung der besten Schueler mit Tanz, Musik und jede Menge feierlicher Ansprachen. Eine sehr interessante Veranstaltung fuer uns, die leider ausserplanmaessig durch einsetzenden Dauerregen beendet wurde.
Am Nachmittag als wir in die hospedería zureuckkehrten, fanden wir etwa 12 Pferde auf unserem Grundstueck "geparkt" und einen Teil des Zauns, den Suzi und Franzi in muehevoller Arbeit errichtet hatten, an einem Ende eingerissen. Die Ermittlungen laufen noch... ;-) In einem Moment erboster Verstimmung ueberlegten wir den Zaun das naechste Mal unter Strom zu setzen. Wir werden sehen...
Auch in Ambato regnete es bei unsrere Ankunft kraeftig, die Strassen standen unter Wasser und waren matschig bis rutschig. Das musste ich denn auch gleich selbst austesten und ueberpruefen: Als ich bei Ueberqueren einer Strasse einem heranpreschenden Taxi ausweichen wollte, habe ich gleich mal einen Kniefall gemacht. Das Resultat ist ein leicht dickes Knie, das in allen Regenbogenfarben schillert! Zum Glueck habe ich Voltarensalbe dabei.
Den Samtag verbrachten wir dann endlich mal in der beruehmten Stadt Baños, die zwar ziemlich touristisch ist, aber auch eine Menge Annehmlichkeiten fuer die Beduerfnisse im "Exil" lebender Europaer bereithaelt: frisch gebruehter Bohnenkaffee, Vollkornbroetchen, Alternativcafes mit Studentenkneipencharme an jeder Ecke.... und zudem noch heisse Thermalquellen. Sehr schoen und nur eine Busstunde von Ambato entfernt. Dort werde ich wohl nochmal hinfahren, wenn ich wieder meine Dosis Europa brauche.
Basilika in Baños von innen
Basilikainnenhof
Wasserfall in Baños
Thermalschwimmbad vulkanischen Ursprungs in Baños
Franzi hat sich heute im Musikladen der Shoppingmall eine Akustikgitarre gekauft, um mit dem Kindern oben ein bisschen zu singen und zu musizieren. So wird unsere hospedería ein Stueckchen gemuetlicher und musikalischer!
Morgen frueh geht´s dann schon wieder ab nach oben. Diese Mal nimmt uns der Englischlehrer mit, eine sehr nette Geste, die uns die Fahrt mit dem Roedelbus erspart. Jedoch auch ein paar Stunden Schlaf weniger bedeutet, da er schon gegen 7 Uhr morgens aufbrechen will!
Hoffentlich ist das Wetter die Woche ueber wieder freundlicher, waermer und weniger trostlos!
Also, dann, ich wuensche euch fuer morgen einen guten Wochenstart und alles Liebe nach Deutschland! Ich denke an euch! :-)
Marijke
P.S.: Fotos folgen, sobald ich es wieder ins Internetcafé schaffe!
Nach einer mehr oder weniger ereignislosen Woche ist mal wieder ein weiterer post faellig!
Dabei fing die Zeit nach dem Urlaub sehr vielversprechend an. Am letzten Sonntag wollte ich ja eigentlich mit dem Bus nach Baños fahren, aber die Busse fuhren irgendwie nich so wie sie sollten. Na ja, Ecuador halt, da muss man spontan sein! Also, kurz Planaenderung und statt dessen mit dem Taxi in 10 Minuten zum botanischen Garten Ambatos: Fuer einen Dollar bekommt man eine riesige Sammlung verschiedener exotischer Pflanzen, zwei Museen zu wichtigen ecuadorischen Persoenlichkeiten, jede Menge Ruhe und frische, abgasfreie Luft, ein Paradies und auf jeden Fall mein absoluter Lieblingsort in Ambato!
Es ist einfach eine Wohltat unter Palmen zu sitzen und das Leben zu geniessen! Zusaetzlich hatte ich mal wieder das richtige Timing und es gab noch eine Folkloretanzversanstaltung im Innenhof des zweiten Museums, sehr interessant und viele Fotos wert!
Die Woche in El Salado war dann alles andere als erbaulich! Es hat geschuettet wie aus Kuebeln! Ich habe die ganz Zeit ueber in mindestens vier Kleidungsschichten verbracht, um nicht zu erfrieren. Wegen des schlechten Wetters kamen die Kinder am Nachmittag nicht zum Spielen. So verbrachten wir die Zeit mit Musik hoeren, quatschen, kochen, basteln und lesen.
Doch es waere ja nicht Ecuador, wenn es nicht noch eine Ueberraschung fuer den letzten Arbeitstag gegeben haette: So fiel der Unterricht mal wieder aus. Stattdessen feierte unsere Schule mit den anderen Partnerschulen der Provinz ihr 23-jaehriges bestehen und die Auszeichnung der besten Schueler mit Tanz, Musik und jede Menge feierlicher Ansprachen. Eine sehr interessante Veranstaltung fuer uns, die leider ausserplanmaessig durch einsetzenden Dauerregen beendet wurde.
Am Nachmittag als wir in die hospedería zureuckkehrten, fanden wir etwa 12 Pferde auf unserem Grundstueck "geparkt" und einen Teil des Zauns, den Suzi und Franzi in muehevoller Arbeit errichtet hatten, an einem Ende eingerissen. Die Ermittlungen laufen noch... ;-) In einem Moment erboster Verstimmung ueberlegten wir den Zaun das naechste Mal unter Strom zu setzen. Wir werden sehen...
Auch in Ambato regnete es bei unsrere Ankunft kraeftig, die Strassen standen unter Wasser und waren matschig bis rutschig. Das musste ich denn auch gleich selbst austesten und ueberpruefen: Als ich bei Ueberqueren einer Strasse einem heranpreschenden Taxi ausweichen wollte, habe ich gleich mal einen Kniefall gemacht. Das Resultat ist ein leicht dickes Knie, das in allen Regenbogenfarben schillert! Zum Glueck habe ich Voltarensalbe dabei.
Den Samtag verbrachten wir dann endlich mal in der beruehmten Stadt Baños, die zwar ziemlich touristisch ist, aber auch eine Menge Annehmlichkeiten fuer die Beduerfnisse im "Exil" lebender Europaer bereithaelt: frisch gebruehter Bohnenkaffee, Vollkornbroetchen, Alternativcafes mit Studentenkneipencharme an jeder Ecke.... und zudem noch heisse Thermalquellen. Sehr schoen und nur eine Busstunde von Ambato entfernt. Dort werde ich wohl nochmal hinfahren, wenn ich wieder meine Dosis Europa brauche.
Basilika in Baños von innen
Basilikainnenhof
Wasserfall in Baños
Thermalschwimmbad vulkanischen Ursprungs in Baños
Franzi hat sich heute im Musikladen der Shoppingmall eine Akustikgitarre gekauft, um mit dem Kindern oben ein bisschen zu singen und zu musizieren. So wird unsere hospedería ein Stueckchen gemuetlicher und musikalischer!
Morgen frueh geht´s dann schon wieder ab nach oben. Diese Mal nimmt uns der Englischlehrer mit, eine sehr nette Geste, die uns die Fahrt mit dem Roedelbus erspart. Jedoch auch ein paar Stunden Schlaf weniger bedeutet, da er schon gegen 7 Uhr morgens aufbrechen will!
Hoffentlich ist das Wetter die Woche ueber wieder freundlicher, waermer und weniger trostlos!
Also, dann, ich wuensche euch fuer morgen einen guten Wochenstart und alles Liebe nach Deutschland! Ich denke an euch! :-)
Marijke
P.S.: Fotos folgen, sobald ich es wieder ins Internetcafé schaffe!
Freitag, 4. November 2011
Der Quilotoa-loop
Hallo, liebe Blogfreunde,
hier der lang ersehnte Eintrag zum Quilotoa-Runderwnaderweg. Nur kurz vorweg: Ich habe die aelteren Eintraege mit Fotos versehen. Es lohnt sich also nochmal reinzuschauen.
Nun aber zum Kurzurlaub in den Bergen.Nach einer langen Anreise am Montag: mit dem modernen und gemuetlichen Bus nach Latacunga, von dort aus 3 Stunden in einem Klapperbus die Ruettelpiste hoch in die Berge nach Chugchilan, inklusive toter Kuh auf der Strasse.
Das Hostal ist klasse. Ich habe mein eigenes Zimmer mit Bad fuer 12 Dollar die Nacht inkl. Fruehstueck und Abendessen. Einfach unuebertroffen!
Zudem verstroemt es eine super gemuetliche Atmosphaere. Nach Wochen geniesse ich wieder internationales Reiseflair, so sitze ich abends mit einem schweizer Paar und einer Englaenderin quatschend am Esstisch.
Am naechsten Tag buche ich eine gefuehrte Wandertour zum Quilitoa-Kratersee. Meine erste gefuehrte Wanderung, aber alleine haette ich mich wahrscheinlich verlaufen ;-)! Mein Guide, Bernardo, ist sehr sympathisch und da ich die einzige Kundin bin, reden wir die ganze Zeit auf Spanisch ueber Gott und die Welt, waehrend ich mich muehsam schnaufend die Huegel hoch schleppe, ach ja, die Hoehenluft! Nach vier Stunden durch atemberaubende Landschaft erreichen wir den Kraterrand.
Nach einer weiteren Stunde entlang des schwefelhaltigen Sees kommen wir im Dorf Quilotoa an, wo mich Bernardo zum Mittagessen in ein Hostel seines Onkels einlaedt. Es gibt coloada morada und choclos (gekochten Mais). Im Laden erspaehe ich dann eine wunderschoene wollene Alpacajacke, in die mich sofort verliebe und die nun mein ist. (Fotos folgen ;-))
Zurueck nach Chugchilan geht es dann auf einem Pickup, da der Bus nicht faehrt. Unterwegs gabeln wir noch vier Neuseelaender auf, so dass die Rueckfahrt gleich doppelt so interessant wird.
Den restlichen Nachmittag verbringe ich frisch geduscht in einer der Haengematten. Ein rundum gelungener Tag!
Den naechsten Tag schlafe ich endlich mal wieder aus, fuehstuecke und geniesse den Tag lesend in der Haengematte. Abends schlendere ich dann noch mit einem Paar aus Australien durch das 40 Seelen-Dorf, das gerade in Partylaune aufgrund des Feiertags ist. Es gibt heissen canelazo (Zuckerrohrschnaps), fuer uns ohne Alkohol, da er uns sonst wahrscheinlich schnell die Birne abgeschraubt haette.
Am naechsten Morgen fahre ich dann wieder zurueck nach Ambato. Die Rueckreise ist so ruckelig wie die Hinfahrt. Zuerst im Milchlaster, dann in zwei verschiedenen Bussen.
Morgen mache ich einen Tagesausflug nach Baños, einem Ort mit heissen Quellen in der Naehe des Vulkans Tunguruhua, eine Busstunde von Ambato.
Mal sehen, wie es dort so ist. Ich werde berichten.... :-)
Ab Montag beginnt dann wieder der Bergdorfalltag in El Salado.
Also bis zum naechsten post.
Alles Liebe nach Deutschland.
Marijke
hier der lang ersehnte Eintrag zum Quilotoa-Runderwnaderweg. Nur kurz vorweg: Ich habe die aelteren Eintraege mit Fotos versehen. Es lohnt sich also nochmal reinzuschauen.
Nun aber zum Kurzurlaub in den Bergen.Nach einer langen Anreise am Montag: mit dem modernen und gemuetlichen Bus nach Latacunga, von dort aus 3 Stunden in einem Klapperbus die Ruettelpiste hoch in die Berge nach Chugchilan, inklusive toter Kuh auf der Strasse.
Das Hostal ist klasse. Ich habe mein eigenes Zimmer mit Bad fuer 12 Dollar die Nacht inkl. Fruehstueck und Abendessen. Einfach unuebertroffen!
Zudem verstroemt es eine super gemuetliche Atmosphaere. Nach Wochen geniesse ich wieder internationales Reiseflair, so sitze ich abends mit einem schweizer Paar und einer Englaenderin quatschend am Esstisch.
Am naechsten Tag buche ich eine gefuehrte Wandertour zum Quilitoa-Kratersee. Meine erste gefuehrte Wanderung, aber alleine haette ich mich wahrscheinlich verlaufen ;-)! Mein Guide, Bernardo, ist sehr sympathisch und da ich die einzige Kundin bin, reden wir die ganze Zeit auf Spanisch ueber Gott und die Welt, waehrend ich mich muehsam schnaufend die Huegel hoch schleppe, ach ja, die Hoehenluft! Nach vier Stunden durch atemberaubende Landschaft erreichen wir den Kraterrand.
Nach einer weiteren Stunde entlang des schwefelhaltigen Sees kommen wir im Dorf Quilotoa an, wo mich Bernardo zum Mittagessen in ein Hostel seines Onkels einlaedt. Es gibt coloada morada und choclos (gekochten Mais). Im Laden erspaehe ich dann eine wunderschoene wollene Alpacajacke, in die mich sofort verliebe und die nun mein ist. (Fotos folgen ;-))
Zurueck nach Chugchilan geht es dann auf einem Pickup, da der Bus nicht faehrt. Unterwegs gabeln wir noch vier Neuseelaender auf, so dass die Rueckfahrt gleich doppelt so interessant wird.
Den restlichen Nachmittag verbringe ich frisch geduscht in einer der Haengematten. Ein rundum gelungener Tag!
Den naechsten Tag schlafe ich endlich mal wieder aus, fuehstuecke und geniesse den Tag lesend in der Haengematte. Abends schlendere ich dann noch mit einem Paar aus Australien durch das 40 Seelen-Dorf, das gerade in Partylaune aufgrund des Feiertags ist. Es gibt heissen canelazo (Zuckerrohrschnaps), fuer uns ohne Alkohol, da er uns sonst wahrscheinlich schnell die Birne abgeschraubt haette.
Am naechsten Morgen fahre ich dann wieder zurueck nach Ambato. Die Rueckreise ist so ruckelig wie die Hinfahrt. Zuerst im Milchlaster, dann in zwei verschiedenen Bussen.
Morgen mache ich einen Tagesausflug nach Baños, einem Ort mit heissen Quellen in der Naehe des Vulkans Tunguruhua, eine Busstunde von Ambato.
Mal sehen, wie es dort so ist. Ich werde berichten.... :-)
Ab Montag beginnt dann wieder der Bergdorfalltag in El Salado.
Also bis zum naechsten post.
Alles Liebe nach Deutschland.
Marijke
Sonntag, 23. Oktober 2011
Ein ganz normaler Tag in El Salado
Hallo und guten Morgen,
es ist mal wieder Sonntag und Zeit fuer einen weiteren Eintrag.
Da gefragt wurde, wie denn so mein Alltag in den Bergen aussieht, moechte ich ihn kurz beschreiben:
Jeden Morgen schaele ich mich gegen 7 Uhr aus dem warmen Schlafsack und mache erstmal den Heizluefter an. In der Nacht hat sich das Zimmer auf etwa 8-10 Grad abgekuehlt. Es kostet also immer etwas Ueberwindung in die kalten Klamotten zu steigen.
Wenn ich es dann geschafft habe den gemuetlichen Schlafsack zu verlassen und mich in etwa vier Schichten Kleidung inklusive Muetze, Armstulpen und Jacke zu huellen, geht´s ab in die Kueche, um mit Franzi und Suzi zu Fruehstuecken. Oft machen wir uns neben Brot mit ordentlich Nutella, Muesli und Obst noch Griessbrei, um etwas Warmes im Magen zu haben. Kaffee und Tee duerfen natuerlich auch nicht fehlen.
Gegen 8 Uhr geht´s dann zu Fuss zur 100 m entfernten Schule, um selbst zu unterrichten oder zu hospetieren.
Je nach Stundenplan sind wir spatestens alle gegen 13 Uhr wieder in der hospedería zum Mittagessen. Es gibt entweder die aufgewaermten Reste vom Vortag oder Brot. Meistens goennen wir uns dann noch einen Kaffee oder Tee zum Nachtisch.
Abschliessend wird abgewaschen, ggf. ein Klo von einer Verstopfung befreit. Ja, das passiert hier mit einiger Regelmaessigkeit.
Zwischen 15-16 Uhr kommen dann die Kinder zum Spielen, Malen und der Hausaufgabenhilfe.
Hier ein paar Kinder, die regelmaessig zum Spielen kommen, mit einem Alpaca, was mich kurz darauf versuchte zu attackieren.
Das Nachmittagsprogramm dauert bis 17 Uhr. Nach dem Aufraeumen ruhen wir uns meistens ein wenig aus, lesen und entzuenden den Kamin.
Gegen 18 Uhr bereiten wir das Abendbrot vor, es gibt meistens Eintoepfe mit viel Gemuese, montags auch mal was mit Hackfleisch, dazu Reis, Brot oder Nudeln.
Danach wird wieder abgewaschen, der Unterricht vorbereitet etc., bis ich dann gegen 21 Uhr muede ins Bett falle und nach ein paar Seiten Lektuere einschlafe.
So weit zu meinem Alltag dort oben. Naechste Woche haben wir dann wie schon erwaehnt eine Woche Ferien, in der ich fuer drei Tage auf dem Quilotoa-Rundwanderweg unterwegs bin. Das Hostel ist auch schon gebucht. Bin mal gespannt, was ich dort so alles erlebe.
Also, dann bis zum naechsten post, dann auch wieder mit Fotos!!!
Alles Liebe und muchos saludos.
Eure Marijke
es ist mal wieder Sonntag und Zeit fuer einen weiteren Eintrag.
Da gefragt wurde, wie denn so mein Alltag in den Bergen aussieht, moechte ich ihn kurz beschreiben:
Jeden Morgen schaele ich mich gegen 7 Uhr aus dem warmen Schlafsack und mache erstmal den Heizluefter an. In der Nacht hat sich das Zimmer auf etwa 8-10 Grad abgekuehlt. Es kostet also immer etwas Ueberwindung in die kalten Klamotten zu steigen.
Wenn ich es dann geschafft habe den gemuetlichen Schlafsack zu verlassen und mich in etwa vier Schichten Kleidung inklusive Muetze, Armstulpen und Jacke zu huellen, geht´s ab in die Kueche, um mit Franzi und Suzi zu Fruehstuecken. Oft machen wir uns neben Brot mit ordentlich Nutella, Muesli und Obst noch Griessbrei, um etwas Warmes im Magen zu haben. Kaffee und Tee duerfen natuerlich auch nicht fehlen.
Gegen 8 Uhr geht´s dann zu Fuss zur 100 m entfernten Schule, um selbst zu unterrichten oder zu hospetieren.
Je nach Stundenplan sind wir spatestens alle gegen 13 Uhr wieder in der hospedería zum Mittagessen. Es gibt entweder die aufgewaermten Reste vom Vortag oder Brot. Meistens goennen wir uns dann noch einen Kaffee oder Tee zum Nachtisch.
Abschliessend wird abgewaschen, ggf. ein Klo von einer Verstopfung befreit. Ja, das passiert hier mit einiger Regelmaessigkeit.
Zwischen 15-16 Uhr kommen dann die Kinder zum Spielen, Malen und der Hausaufgabenhilfe.
Hier ein paar Kinder, die regelmaessig zum Spielen kommen, mit einem Alpaca, was mich kurz darauf versuchte zu attackieren.
Das Nachmittagsprogramm dauert bis 17 Uhr. Nach dem Aufraeumen ruhen wir uns meistens ein wenig aus, lesen und entzuenden den Kamin.
Gegen 18 Uhr bereiten wir das Abendbrot vor, es gibt meistens Eintoepfe mit viel Gemuese, montags auch mal was mit Hackfleisch, dazu Reis, Brot oder Nudeln.
Danach wird wieder abgewaschen, der Unterricht vorbereitet etc., bis ich dann gegen 21 Uhr muede ins Bett falle und nach ein paar Seiten Lektuere einschlafe.
So weit zu meinem Alltag dort oben. Naechste Woche haben wir dann wie schon erwaehnt eine Woche Ferien, in der ich fuer drei Tage auf dem Quilotoa-Rundwanderweg unterwegs bin. Das Hostel ist auch schon gebucht. Bin mal gespannt, was ich dort so alles erlebe.
Also, dann bis zum naechsten post, dann auch wieder mit Fotos!!!
Alles Liebe und muchos saludos.
Eure Marijke
Sonntag, 16. Oktober 2011
El Salado
Hallo, ihr Lieben,
es ist mal wieder Zeit fuer einen neuen post!
Die erste Woche in der hospedería liegt hinter mir und ich bin zufrieden.
Das Leben dort oben entbehrt zwar einigen "Luxus", aber das Huettenleben ist mir ja schon von zahlreichen Wanderurlauben bekannt.
Abends und morgens ist es zwar ziemlich kalt in der Huette, da sie nicht isoliert ist und es nachts gerne mal nur knappe 3-8 grad hat. Aber Dank meines guten Schlafsacks und des Heizluefters, der fast 24/7 heisse Luft in mein Zimmer pustet, ist es alles zu ertragen.
Das Leben haelt dort oben so manche Ueberraschung fuer einen bereit. So hatten wir am Sonntag erstmal fuer drei Stunden kein Wasser. Dann am Dienstag fiel mitten am Abend der Strom aus und kam erst am Mittwoch Mittag wieder. Zum Glueck haben wir jede Menge Kerzen in der Huette und unsere Stirnlampen. Mittwoch war dann noch eine der beiden Toiletten verstopft, die aber durch Franzis tatkraeftigen Einsatz mit Puempel und Klobuerste wieder behoben werden konnte. Noch ungeloest ist das "Problem mit der kalten Dusche, jedoch soll bald ein Handwerker kommen und sich der Sache annehmen. Ihr koennt euch vorstellen, wie ich die Dusche am Freitag bei meiner Gastfamilie genossen habe!
Die Schule ist so ganz anders als in Deuschland. Da die Schule zur Zeit keinen Englisch- sowie Informatikleherer hat, bleiben die Schueler in den besagten Stunden einfach sich selbst ueberlassen, von Aufsichtspflicht hat man hier noch nie etwas gehoert.
Da wir diese Woche nur hospitieren sollten, fiel uns in manchen Stunden erschreckenderweise auf, dass viele Lehrer zwar bemueht aber auch selbst schlecht ausgebildet sind, so dass ihnen manchmal gravierende Fehler unterlaufen. Einmal hatte ich selbst gerade keine Hospitation und habe einfach mal ein paar Schueler aus der 8. Klasse gefragt, ob sie Lust auf ne Englischstunde haetten. Die Begeisterung war in der Tat gross und da die Kinder absolut keine Vorkenntnisse hatten, habe ich einfach eine Stunde lang die persoenliche Vorstellung mit ihnen geuebt, was ihnen sichtlich Spass gemacht hat.
Am Freitag fiel dann die Schule ganz spontan aus, weil die Lehrer eine Versammlung abhielten. Sowas wird hier nicht auf den Nachmittag gelegt, wie bei uns, sondern halt in die Unterrichtzeit gelegt. Dann lernen die Schueler halt mal nichts.
Dienstags ist immer Markttag in El Salado. Dann wimmelt das kleine Dorf vor Autos, Haendlern und Staenden. Viele Maenner kommen auf dem Pferd ins Dorf geritten, so dass es ein bisschen wie in einem Western anmutet.
Auch ein Gesundheitsmobil vom Ministerium kam ins Dorf, um sich um die Gesundheit der Kinder zu kuemmern. Vielleicht koennen wir ja mit Hilfe der Aerzte ein Zahnputzprogramm auf die Beine stellen. Denn die Zahngesundheit der Dorfkinder ist eine Katastrophe. Viele haben mit Sicherheit noch keine Zahnbuerste gesehen.
Die Nachmittage verbrachten wir spielend und malend mit den Kinder in der hospedería. Viele Kinder langweilen sich hier oft und schauten meistens schon gegen 2 Uhr durch unsere Kuechenfenster,weil sie es kaum abwarten konnten, dass endlich das Spielprogramm beginnt.
Freitag Mittag sollten wir eigentlich mit dem Buss gen Ambato zurueckfahren, doch der Bus wollte nicht kommen. Nach 45 Minuten fuhr ein junger Mann in einem alten VW-Kaefer vorbei und hat uns freundlicherweise mitgenommen. Er stellte sich als David aus Guaranda vor. Es war eine sehr witztige Fahrt zu viert mit drei Rucksaecken und jeder Menge Salsamusik.
Gestern waren wir dann in Quillan bei Anita eingeladen. Sie hat ein eigenes Restaurant mit Forellenzucht, das mitten in einem gruenen Tal voller Bananenbaeume und exotischen Blumen liegt. Nach einem wunscherschoenen Spaziergang, der mich an die Tropenhaeuser des Bontanischen Gartens in Kiel erinnerte, gab´s dann fuer jeden eine gebratene Forelle mit Kartoffeln, Reis, Avocado und Bananchips, typisch ecuadorischen eben.
Lecker Forelle!
Forellenbecken und Restaurant
Spaziergang im Bananenhain
Heute heisst es mal wieder fuer die naechste Woche einkaufen und morgen beginnt dann unsere zweite Woche in den Bergen mit eigenem Unterricht. Mal schauen, was uns wieder alles passiert!
Bis dahin. Muchos saludos.
Eure Marijke
es ist mal wieder Zeit fuer einen neuen post!
Die erste Woche in der hospedería liegt hinter mir und ich bin zufrieden.
Das Leben dort oben entbehrt zwar einigen "Luxus", aber das Huettenleben ist mir ja schon von zahlreichen Wanderurlauben bekannt.
Abends und morgens ist es zwar ziemlich kalt in der Huette, da sie nicht isoliert ist und es nachts gerne mal nur knappe 3-8 grad hat. Aber Dank meines guten Schlafsacks und des Heizluefters, der fast 24/7 heisse Luft in mein Zimmer pustet, ist es alles zu ertragen.
Das Leben haelt dort oben so manche Ueberraschung fuer einen bereit. So hatten wir am Sonntag erstmal fuer drei Stunden kein Wasser. Dann am Dienstag fiel mitten am Abend der Strom aus und kam erst am Mittwoch Mittag wieder. Zum Glueck haben wir jede Menge Kerzen in der Huette und unsere Stirnlampen. Mittwoch war dann noch eine der beiden Toiletten verstopft, die aber durch Franzis tatkraeftigen Einsatz mit Puempel und Klobuerste wieder behoben werden konnte. Noch ungeloest ist das "Problem mit der kalten Dusche, jedoch soll bald ein Handwerker kommen und sich der Sache annehmen. Ihr koennt euch vorstellen, wie ich die Dusche am Freitag bei meiner Gastfamilie genossen habe!
Die Schule ist so ganz anders als in Deuschland. Da die Schule zur Zeit keinen Englisch- sowie Informatikleherer hat, bleiben die Schueler in den besagten Stunden einfach sich selbst ueberlassen, von Aufsichtspflicht hat man hier noch nie etwas gehoert.
Da wir diese Woche nur hospitieren sollten, fiel uns in manchen Stunden erschreckenderweise auf, dass viele Lehrer zwar bemueht aber auch selbst schlecht ausgebildet sind, so dass ihnen manchmal gravierende Fehler unterlaufen. Einmal hatte ich selbst gerade keine Hospitation und habe einfach mal ein paar Schueler aus der 8. Klasse gefragt, ob sie Lust auf ne Englischstunde haetten. Die Begeisterung war in der Tat gross und da die Kinder absolut keine Vorkenntnisse hatten, habe ich einfach eine Stunde lang die persoenliche Vorstellung mit ihnen geuebt, was ihnen sichtlich Spass gemacht hat.
Am Freitag fiel dann die Schule ganz spontan aus, weil die Lehrer eine Versammlung abhielten. Sowas wird hier nicht auf den Nachmittag gelegt, wie bei uns, sondern halt in die Unterrichtzeit gelegt. Dann lernen die Schueler halt mal nichts.
Dienstags ist immer Markttag in El Salado. Dann wimmelt das kleine Dorf vor Autos, Haendlern und Staenden. Viele Maenner kommen auf dem Pferd ins Dorf geritten, so dass es ein bisschen wie in einem Western anmutet.
Auch ein Gesundheitsmobil vom Ministerium kam ins Dorf, um sich um die Gesundheit der Kinder zu kuemmern. Vielleicht koennen wir ja mit Hilfe der Aerzte ein Zahnputzprogramm auf die Beine stellen. Denn die Zahngesundheit der Dorfkinder ist eine Katastrophe. Viele haben mit Sicherheit noch keine Zahnbuerste gesehen.
Die Nachmittage verbrachten wir spielend und malend mit den Kinder in der hospedería. Viele Kinder langweilen sich hier oft und schauten meistens schon gegen 2 Uhr durch unsere Kuechenfenster,weil sie es kaum abwarten konnten, dass endlich das Spielprogramm beginnt.
Freitag Mittag sollten wir eigentlich mit dem Buss gen Ambato zurueckfahren, doch der Bus wollte nicht kommen. Nach 45 Minuten fuhr ein junger Mann in einem alten VW-Kaefer vorbei und hat uns freundlicherweise mitgenommen. Er stellte sich als David aus Guaranda vor. Es war eine sehr witztige Fahrt zu viert mit drei Rucksaecken und jeder Menge Salsamusik.
Gestern waren wir dann in Quillan bei Anita eingeladen. Sie hat ein eigenes Restaurant mit Forellenzucht, das mitten in einem gruenen Tal voller Bananenbaeume und exotischen Blumen liegt. Nach einem wunscherschoenen Spaziergang, der mich an die Tropenhaeuser des Bontanischen Gartens in Kiel erinnerte, gab´s dann fuer jeden eine gebratene Forelle mit Kartoffeln, Reis, Avocado und Bananchips, typisch ecuadorischen eben.
Lecker Forelle!
Forellenbecken und Restaurant
Spaziergang im Bananenhain
Heute heisst es mal wieder fuer die naechste Woche einkaufen und morgen beginnt dann unsere zweite Woche in den Bergen mit eigenem Unterricht. Mal schauen, was uns wieder alles passiert!
Bis dahin. Muchos saludos.
Eure Marijke
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