Hallo, ihr Lieben,
hier der erste post aus Ecuador!
Nachdem die letzten Vorbereitungen getroffen waren, ging es am 20. September endlich los. Der Flug nach Quito verlief ohne Zwischenfaelle. Sogar der Transit in den USA klappte trotz immigration office, Zoll und Sicherheitscheck reibungslos.
In Quito angekommen, dann der grosse Schock: Ich erblickte meinen Rucksack, der in seinem Schutzbeutel auf dem Kofferband vor mir lag. Die erste Freude darueber, dass er sofort das richtige Ziel erreichte, verflog in Sekunden, als ich den voellig zerfetzten Beutel sah, ganz so als waere er irgendwo in ein Getriebe gekommen und gewaltsam herausgerissen worden.(Fotos folgen im nachsten post)
Der Rucksack bot einen traurigen Anblick: das Tragesystem, die Schultergurte, waren an einigen Stellen gerissen und der Rucksack hatte auf der Rueckseite einige Loecher. Es war ein kompletter Totalschaden.
Doch bei allem Unglueck hatte ich auch das Glueck, dass ich im Flugzeug Diego, einen franzoesisch-schweizerischen Diplomaten kennenlernte, der mir erstens sofort half, den Schaden von einer Mitarbeiterin aufnehmen zu lassen und zweitens mit mir im Taxi zu meinem Hostal fuhr, da er auch ganz in der Naehe sein Hotel hatte.
Das Taxifahern ist hier auch so ein Abenteuer fuer sich: Hinten auf der Rueckbank gibt es naemlich keine Gurte und per Gesetz muessen nur Fahrer und Beifahrer angeschnallt sein. Dazu fahren die taxistas wie die Wildsaeue. Rote Ampeln werden gnadenlos ueberfahren stattdessen wir einfach vor der Kreuzung gehupt, damit der kreuzende Verkehr weiss, dass er bremsen sollte, ufff!
Nun, im Hostal ankommen der weitere glueckliche Zufall: Die beiden Hostelbetreiber sind beide total nett und sprechen beide deutsch, was mir in meiner Uebermuedung erstmal sehr entgegenkam. Sie sollten mir die naechsten Tage eine grosse Hilfe beim Einleben sein.
Gerd, der Besitzer, 82 Jahre alt, Hamburger und seemaennisches Original hat das Hostal vor zehn Jahren, also mit 72 Jahren, eroeffnet und ist sehr auf Sauberkeit und Sicherheit bedacht, weswegen ich mich auf der Stelle sehr wohlfuehle.
Nun, gestern ging´s dann wieder zum Flughafen, um den Rucksack zu reklamieren und somit direkt ins naechste Unglueck:
American Airlines weigerte sich mir einen Scheck fuer meinen total zerstoerten Rucksack auszustellen.
Einzige Moeglichkeit: American Airlines laesst den Rucksack im Flughafen reparieren, wenn dass nicht geht, wird er weiter nach Dallas ! geschickt, Dauer. 3 Wochen. Wenn sie ihn da nicht repariert kriegen, dann schicken sie mir einen neuen Rucksack, von welcher Qualitaet und Groesse auch immer.
In Anbetracht der Tatsache, dass ich am Mittwoch weiter reisen muss und dann den Rucksack brauche, eine absolut inakzeptable Loesung und dreist noch obendrein.
Ausserdem muesste ich mir dann ja einen Neuen kaufen, der mal eben 140 $ (100 Euro) kosten wuerde, wie eigene Recherche bewies. Und dann auch noch selber bezahlen!!
Ich verfluche also kurz innerlich American Airlines, schwore mir nie wieder mit diesem Verein zu fliegen und entscheide mich meinen Rucksack eben selber zu reparieren, was ich im uebrigen schon erfolgreich getan haben. Besser haetten die inkompetenten Nasen vom Flughafen es auch nicht gemacht!
Mittlerweile habe ich schon mein Visum registrieren lassen, auch nicht ganz so einfach - Die Buerokratie wurde ja auch schliesslich in Ecuador erfunden- aber der erste Schritt ist geschafft.
Ansonsten sind die quiteños, die Einwohner Quitos, sehr nett und hilfsbereit und auch die Stadt verspricht noch einiges Sehenswertes.
So werde ich am Wochenende dann mit Franzi und Suzi, die mich mittlerweile schon besucht haben, Quito unsicher machen. Dann habe ich endlich mal Zeit fuer´s sightseeing.
Am Dienstag geht¨s dann mit der ecuadorianischen ID in die naechste und letzte Runde, so dass wir alle drei hoffentlich am Mittwoch gen Ambato aufbrechen koennen. Ob das Busfahren genauso abenteurlich ist wie das Taxifahren und wir die Reise ohne Diebstahl etc. ueberstehen werden, schreibe ich euch im naechsten post.
Bis dahin. Eure Marijke
P.S.: Ach ja, ich habe uebrigens die Kommentar- Funktion freigeschaltet. Ihr koennt mir also gerne einen Kommentar hinterlassen, wenn ihr wollt! Wuerde mich sehr freuen :-)!
Moin Moin!
AntwortenLöschenSchön, dass du gut angekommen bist! Nu vergiss mal den Rucksack, passierto. Wo geflogen wird, da fallen auch Späne - ist ja alt bekannt. Hummelhummel an Gerd. Hab viel Erfolg und viel Spaß mit deinen Mädels!
Alles gute aus Kiel
Seniorro Allemanno Bjorno
Heyhey,
AntwortenLöschendu bist also gut angekommen, freut mich zu hören! Und ärger dich nicht wegen des Rucksackes, das lohnt sich doch nicht, oder? Ich wünsche dir noch viel Erfolg mit deiner letzten Hürde und Spaß beim Erkunden deiner neuen Heimat!!
Viele Grüße,
Bea
Hallo,
AntwortenLöschenschön zu hören, dass Du gut angekommen bist!!
Das mit dem Rucksack ist natürlich ärgerlich, würde ich nach dem ersten Schreck aber unter Startschwierigkeiten verbuchen;)
Ich wünsche Dir und den anderen ganz viel Spaß und dass der Kulturschock nicht allzu schlimm ausfällt!!!;)
Viele liebe Grüße von Anja