Sonntag, 23. Oktober 2011

Ein ganz normaler Tag in El Salado

Hallo und guten Morgen,

es ist mal wieder Sonntag und Zeit fuer einen weiteren Eintrag.
Da gefragt wurde, wie denn so mein Alltag in den Bergen aussieht, moechte ich ihn kurz beschreiben:

Jeden Morgen schaele ich mich gegen 7 Uhr aus dem warmen Schlafsack und mache erstmal den Heizluefter an. In der Nacht hat sich das Zimmer auf etwa 8-10 Grad abgekuehlt. Es kostet also immer etwas Ueberwindung in die kalten Klamotten zu steigen.
Wenn ich es dann geschafft habe den gemuetlichen Schlafsack zu verlassen und mich in etwa vier Schichten Kleidung inklusive Muetze, Armstulpen und Jacke zu huellen, geht´s ab in die Kueche, um mit Franzi und Suzi zu Fruehstuecken. Oft machen wir uns neben Brot mit ordentlich Nutella, Muesli und Obst noch Griessbrei, um etwas Warmes im Magen zu haben. Kaffee und Tee duerfen natuerlich auch nicht fehlen.
Gegen 8 Uhr geht´s dann zu Fuss zur 100 m entfernten Schule, um selbst zu unterrichten oder zu hospetieren.
Je nach Stundenplan sind wir spatestens alle gegen 13 Uhr wieder in der hospedería zum Mittagessen. Es gibt entweder die aufgewaermten Reste vom Vortag oder Brot. Meistens goennen wir uns dann noch einen Kaffee oder Tee zum Nachtisch.
Abschliessend wird abgewaschen, ggf. ein Klo von einer Verstopfung befreit. Ja, das passiert hier mit einiger Regelmaessigkeit.
Zwischen 15-16 Uhr kommen dann die Kinder zum Spielen, Malen und der Hausaufgabenhilfe.
Hier ein paar Kinder, die regelmaessig zum Spielen kommen, mit einem Alpaca, was mich kurz darauf versuchte zu attackieren.

Das Nachmittagsprogramm dauert bis 17 Uhr. Nach dem Aufraeumen ruhen wir uns meistens ein wenig aus, lesen und entzuenden den Kamin.
Gegen 18 Uhr bereiten wir das Abendbrot vor, es gibt meistens Eintoepfe mit viel Gemuese, montags auch mal was mit Hackfleisch, dazu Reis, Brot oder Nudeln.
Danach wird wieder abgewaschen, der Unterricht vorbereitet etc., bis ich dann gegen 21 Uhr muede ins Bett falle und nach ein paar Seiten Lektuere einschlafe.

So weit zu meinem Alltag dort oben. Naechste Woche haben wir dann wie schon erwaehnt eine Woche Ferien, in der ich fuer drei Tage auf dem Quilotoa-Rundwanderweg unterwegs bin. Das Hostel ist auch schon gebucht. Bin mal gespannt, was ich dort so alles erlebe.

Also, dann bis zum naechsten post, dann auch wieder mit Fotos!!!
Alles Liebe und muchos saludos.

Eure Marijke

2 Kommentare:

  1. Hallo Marijkchen, es ist Mittwoch der 26.10. und ich habe gerade Deine letzten zwei Berichte gelesen. Klingt richtig nach "anderer Welt". Trotzdem scheint es Dir ja gut zu gehen und ich hoffe Deine Urlaubswoche war erlebnisreich und schön.Ich wünsche Dir eine schöne Zeit und freue mich auf Deinen nächsten Bericht. Alles Liebe Tante Tina

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  2. hey marijke!
    ich melde mich auch mal wieder zu wort;)
    das klingt ja fast so, als hätte sich so was wie ein alltag bei euch auf´m berg eingestellt;)
    hoffentlich versteht ihr euch auch alle gut...
    bei mir läuft´s auch rund! die arbeit macht spass, ist aber auch ziemlich anstrengend, was man auch von der wohnungssuche sagen kann! naja, irgendwann klappt´s schon!
    bis bald & liebe grüße von anja

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